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2022-05-30 - die Tuffstein-Show geht weiter

Nach dem üblichen üppigen Frühstück, ging es um 8:45 weiter. Im wahrsten Sinnes des Wortes. Denn mit dem Bus fuhren wir nur einen knappen Kilometer vom Hotel weg, in die Nähe des Kaya Camping. Von dort starteten wir eine Wanderung nach 'Cavusin'.

Gleich zu Beginn trafen wir auf Felder mit Rebstöcken vor einem bizarren Hintergrund. Aus diesen Reben wird jedoch kein Wein gewonnen, sondern sie werden zur Rosinenerzeugung verwendet.


Unser Weg verlief zwischen dem 'Rosental' und dem 'Mönchstal'. Dies garantierte uns, dass wir hinter jeder Ecke einen neuen phantastischen Ausblick genießen konnten. 



Wir passierten auch die in einiger Entfernung liegende Stadt 'Göreme', die auch 'die Unsichtbare' genannt wurde. Warum? Wer die nächsten Bilder betrachtet, wird es wissen. Auf allen Bildern ist auch die Stadt abgebildet.



Nach nicht ganz zwei Stunden und 5 Km hatten wir den Ort Cavusin erreicht und wurden gleich mit besonderen Ausblicken empfangen.



Der Wanderweg war nicht lang und auch nicht schwierig. Meistens führte er sanft bergab und war einfach zu begehen. Anstrengend war nur die Hitze, da es knapp über 30 Grad hatte und die Strecke fast nur durch schattenloses Gebiet führte. Daher machten wir in Cavusin nur einen kurzen Rundgang, bevor wir uns ins 'Old Turkish House Cafe' zurückzogen. Dieses Restaurant hat den Vorteil, dass einige Gastzimmer in Tuffsteinhöhlen liegen und daher angenehme Kühle ausstrahlen.





Weiter ging es dann zum 'Love Valley'. Von einer Plattform aus konnten wir tolle Ein- und Ausblicke auf die Schönheiten des Tales machen. Findige Geschäftsleute nutzen diesen Platz auch, um den Touristen einiges zum Thema 'Love' zu bieten.







Als wir herumspazierten um einen guten Aussichtspunkt zu finden, fegte plötzlich ein Mini-Tornado über das Gelände. Weder Mensch noch Tier wurde verschont, jeder bekam eine gehörige Portion Tuffsand ab.



Zum Mittagessen fuhren wir weiter nach 'Uchisar'. Wir trennten uns von der Gruppe und gingen ins 'Minik Cafe Restoran', das uns von Jitka und Karel empfohlen wurde. Edith aß Hühnerkebab und Franz den 'Testi Kebab'. Rindfleisch wird in einem kleinen, verschlossenen Tontopf gegart und wird erst bei Tisch geöffnet bzw. aufgeschlagen. Beides schmeckte herrlich. Allerdings mussten wir zwischendurch den Tisch wechseln. Wir hatten übersehen, dass gerade über uns zwei junge Tauben saßen, die dann ihr verdautes Essen auf unserem Tisch platzierten.


Etwas außerhalb und oberhalb von Uchisar gibt es eine schön gelegene Aussichtsterrasse. Dort hat man nicht nur eine gute Sicht auf das Dorf, sondern erhält auch einen speziellen Kaffee. Den 'Kaffee-Pistazie'. Dieser wird nicht aus Kaffeebohnen, sondern aus Zypressenkernen gebraut, mit Pistazienstücken bestreut und mit Süßigkeiten serviert. Uns hat es jedenfalls geschmeckt.





Auf dem Weg in die Stadt 'Ürgüp' verschlechterte sich das Wetter. Wolken zogen auf, es donnerte und gerade als wir in Ürgüp eine kleine Stadtbesichtigung machen wollten, begann es zu regnen. Zuerst nur leicht, aber dann wurde der Regen immer heftiger. Wir mussten daher unsere Tour abbrechen und konnten nur einige Gebäude besichtigen. Hier werden laufend alte Häuser mit ihren Höhlen zu kleinen Hotels umgebaut.



Als wir gegen 16:00 ins Hotel zurück kamen, wurde es stockfinster und es kam ein kleines Gewitter wobei es aber ordentlich regnete.

Unsere heutige Tagesrouten:

Wanderroute Kaya Camping nach Cavusin

Fahrtroute Tag 4

Jitka und Karels Eindrücke von ihrem vierten Tage der Reise findest du hier.

2022-05-29 - was Menschen und Umwelt aus Tuffstein machen können

Nach dem Frühstück ging es gleich wieder in den Bus. Der Großteil unseres heutigen Programmes drehte sich um Tuffstein und was Wind, Wetter und der Mensch daraus machen können. 

Unseren ersten Stopp machten wir im 'Imaginary Valley'. Hier stehen seltsame Tuffsteingebilde die nur von Umwelteinflüssen geformt wurden. Kein Mensch hat hier verändernd eingegriffen. 



Als nächstes besuchten wir die 'Unterirdische Stadt Özkonak'. Die erst 1972 entdeckte Höhlenstadt reicht zehn Stockwerke unter die Erde und ist vermutlich die Größte ihrer Art in Kappadokien. Durch ein Labyrinth von engen Gängen und vielen Räumen, inklusive Verteidigungsanlagen durch Rollsteine, konnten wir zwei dieser Stockwerke besuchen.



Als wir wieder das Licht der Welt erblickten, fuhren wir weiter ins 'Soganli Tal'. Hier hat der Mensch gewaltig an den Tuffsteinen herumgebastelt. Er grub nicht nur Höhlen für sich, sondern auch für Tauben. Das Leben der Menschen hier ist sehr hart und die Böden nicht besonders fruchtbar. Es hat sich allerdings gezeigt, dass Taubenkot, vermischt mit Tuffsteinsand, das Wachstum von Pflanzen besonders fördert. Deshalb wurden in den Tuffstein viele Löcher gegraben um den Tauben geschützte Wohn- und Brutplätze zu bieten. Der Taubenmist wird auch noch in der heutigen Zeit gesammelt und auf die Felder verbracht.



Hier leben noch einige Familien unter nicht sehr komfortablen Zuständen. Aber im Restaurant 'Ikinci Bahar Bahce' kann man gut essen. So haben jedenfalls jene Teilnehmer berichtet, die am täglichen Gruppenmittagessen teilnehmen.



Nach der Mittagspause machten wir noch einen kleinen Spaziergang und kamen dabei auch an der 'Domed Church' vorbei. Sie wurde ebenfalls aus dem Tuffstein in Form eines Domes mit einer Kuppel herausgearbeitet und mit Fresken verziert.



Nun ging es wieder eine Zeitlang mit dem Bus weiter bis wir nach 'Mustafapasa' kamen. Ein kleiner, netter Ort mit alten Bauten und vielen Tuffsteinhöhlen. Momentan wird hier viel gebaut. Meistens Hotels, welche die Höhlen als Zimmer verwenden.



Jetzt waren wir beim letzten Punkt des heutigen Tages angekommen. Ein kurzer Fotostopp bei den 'Drei Schönen'. Diese Feenkamine sind Gabelfelsen, stehen in einer seltsam anmutenden Gegend und gelten als Wahrzeichen der Stadt Ürgüp.



Nach dem Abendessen gingen wir zeitig zu Bett, denn es war heute wirklich ein sehr langer Tag.

Unsere heutige Tagesroute:


Jitka und Karels Eindrücke von ihrem dritten Tage der Reise findest du hier.